Bereits zum zweiten Mal habe ich einen Segelausflug mit
der "Isla Mauritia" gemacht.
Dieser 32 m lange spanische Mittelmeer-Schoner stammt
aus dem 19. Jahrhundert (1852). Damals benötigte die Schiffswerft
zwei Jahre, um 90 Tonnen von dauerhafter Pinie in ein Segelschiff
von zeitloser Eleganz und Stärke zu verwandeln. Drei Generationen
lang blieb das Schiff in Besitze der gleichen Familie bis es 1959
unter mysteriösen Umständen an der spanischen Nordküste
sank. Ein amerikanischer Schiffliebhaber hob die Isla
Mauritia und liess sie restaurieren. Das Äussere wurde
mit Hilfe von alten Zeichnungen und Dokumenten dem Original nachgebildet.
Die Frachträume wurden ausgebaut und Technik sowie Navigationsausrüstung
auf den neusten Stand gebracht. 1989 wurde das schmucke Segelschiff
von der Ostsee nach Mauritius überführt. Bis heute hat die
Isla Mauritia mehr als 2 Millionen Seemeilen
zurückgelegt. Die Isla Mauritia liegt
im Hafen von Grand Baie im Norden vor Anker.
die "Isla Mauritia" im Hafen von Grand Baie
das Schiff verlässt den Hafen
Pünktlich um 10.00 Uhr werden die Gäste in Beibooten
zum Schiff gefahren und dort als erstes mit den Gepflogenheiten an
Bord bekannt gemacht. "Keine Schuhe" lautet die Anweisung
des Kapitäns, weil's dem Deck aus Hahagoniholz nicht gut tut!
Nachdem das Schiff den Hafen verlassen hat, werden die Segel gehisst
und los geht's, südwärts der Küste entlang. Den ganzen
Tag gibt es zu trinken und zu essen. Nach etwa zwei Stunden Fahrt
steuert das Schiff eine ruhige Bucht an, wo es bis zur Rückfahrt
ankert. Zum Mittagessen wird man an den Strand gebracht. Wer will
kann hier ein wenig Schnorcheln und dann später nachkommen. Zu
Essen gibt's Hirschcurry, einen "dreifarbigen" Salat aus
geraffelten Karotten, Rot- und Weisskohl und zum Dessert feines Vanille-Eis.
Bei den Getränken kann man wählen zwischen Rot- und Weisswein
oder Limonade und Mineralwasser. Nachdem alle Gäste versorgt
sind, setzt sich die Mannschaft zusammen um ein paar Lieder vorzutragen.
Natürlich gehört auch ein Séga dazu. Auf der Rückfahrt
gibt's dann noch Kaffee und Kuchen und wer mag, der kann vom einheimischen
Rum probieren.
mit den Beibooten geht's an Land zum Mittagessen
Mittagsrast in der Bucht von "Pointe aux Piments"
die Matrosen unterhalten die Gäste mit Musik und Gesang